Veränderung, was sonst.

Sabine Lahme Kolumne

Gerade zu Beginn des Jahres sind die meisten Menschen bereit sich auf eine Veränderung einzulassen.

Veränderungen sind oft nötig, um sich weiter zu entwickeln, sowohl beruflich als auch privat. Doch meist geht der Gedanke in Veränderung zu gehen vorbei und das wirkliche Tun bleibt aus.
Denn eine Veränderung ist erfahrungsgemäß eine sehr große Herausforderung und funktioniert nicht von heute auf morgen.

Die Idee ist der Motor für die Entstehung der Veränderung, doch ohne Mut und Tun bleibt es beim guten Willen und der Wunsch sich zu wandeln erfüllt sich nicht.
Aber, warum ist das so?

Veränderungen, weshalb fallen sie uns nicht immer leicht?
Die meisten Menschen entscheiden sich zu Beginn des neuen Jahres mit zahlreichen guten Vorsätzen in das Jahr zu starten.
Schon nach ein paar Wochen sind diese vorbei, abgebrochen oder fallen gelassen.
Das Alte ist zu reizvoll und das Neue in so weiter Ferne.
Zumal auch der Eine oder Andere Angst davor hat sich zu verändern.
Der Fachbegriff lautet Methatesiophobie = die Angst vor Erfolg.
Dabei wird die übersteigerte Angst vor Veränderung beschrieben.
Hierbei handelt es sich um eine Angststörung, bei der die Betroffenen in der Situation fliehen, aus Plänen austeigen und oft auch Beziehungen verlassen.
Ein weiterer Fachbegriff lautet Neophobie = Angst vor Neuem.
Auch hierbei handelt es sich um eine Angststörung mit denselben Symptomen.

Die Hängematte der Selbstzufriedenheit, Routinen und die vertrauten Dinge machen es den Menschen schwer die eigenen Komfortzonen zu verlassen.
Diese Menschen möchten, dass Veränderungen nicht stattfinden und alles so bleibt wie es ist.

Welche Gründe machen es noch schwer in Veränderung zu gehen?
Ein weiterer Grund ist die „Aufschieberitis“, auch Prokrastination genannt.
Prokrastination stammt aus dem Lateinischen und drückt aus, dass etwas auf Morgen verschoben oder vertagt wird.
Der Begriff dokumentiert das Nichterledigen von Dingen, obwohl wir die Entscheidung getroffen hatten dieses zu erledigen.

Die meisten Menschen kennen die Aufschieberitis vom Arbeitsplatz.
Dokumente horten, Emails verschieben, Unterlagen zu einem späteren Zeitpunkt zu bearbeiten oder zu erledigen.
Statt die angedachten Themenfelder zu erledigen, wird auf morgen verschoben und es sich als gut verkauft.
Pustekuchen, ein neuer Tag, eine neue Möglichkeit für die Aufschieberitis.

Aufschieberitis ist allerdings nicht nur negativ.
Manchesmal lohnt es sich sogar Angelegenheiten liegen zu lassen.
Dann wenn Sie wissen, dass es morgen schon wieder anders sein könnte und es sich dadurch erledigt.

Veränderung – so wird es eine Chance.

1.Motivation:

Hinter jeder Motivation steckt ein Motiv = Bild, weshalb wir Menschen das tun, was wir tun.
Die Bedeutung Motivation stammt vom lateinischen Wort “motus“, was übersetzt “Bewegung“ heißt.

Motivation ist der Motor, der uns antreibt, in Bewegung bringt und anregt einem Aktionismus zu folgen.

Motivation ist Aktivität, Fleiß, Disziplin sowie Pflichtbewusstsein.

Nehmen Sie sich zu Beginn nicht zu viel vor, was Sie verändern möchten.
Wenn Sie Ihrem Wunsch nach Veränderung nachgehen, dann sollten Sie Ihre Veränderungs-Wünsche notieren, priorisieren und mit der ersten Priorität beginnen und sich dafür genügend Zeit einbauen.
Machen Sie sich bitte bewusst, dass Sie sich auch belohnen, für jeden Tag, an dem Sie sich Zeit nehmen für Ihren Veränderungs-Prozess.

2. Der gute Plan:

Nur der Wille reicht oft bei Veränderung nicht aus.
Machen Sie sich einen Plan, was genau Sie am Ende erreichen möchten, welche Schritte dafür notwendig sind, wer Sie unterstützen kann und was Sie zu welchem Zeitpunkt machen werden.

Denn, je genauer Ihr Plan ist, desto größer ist die Chance das der Veränderungs-Prozess gelingen wird.

Verlangen Sie nicht zu viel von sich, denn dann sind Sie sehr schnell demotiviert und werden frustriert sein.

Und noch eines zum guten Schluss:
Rückfälle gehören zum Veränderungs-Prozess.
Seien Sie nicht allzu streng zu sich, wenn Sie in alte Gewohnheiten zurückfallen.
Ermutigen Sie sich und vor allem lassen Sie fünfe grade sein.

„Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderschön“

Ich wünsche Ihnen eine wandelfrohe Woche.

Passen Sie gut auf sich auf und vor allem
bleiben Sie gesund.