Worüber reden glückliche Paare?

Sabine Lahme Blog

Paare, die viele Jahre zusammenleben, reden oft nur noch über belanglose Themen.

Dabei ist das Reden über sich oder über die Beziehung wichtig.
Weshalb verliert sich das?
Was benötigen Paare um miteinander zu reden?

Warum sind der richtige Zeitpunkt, das Thema und Tiefe in einer Beziehung so wichtig?
Reden schafft Nähe und Vertrauen und macht aus einem lockeren Abend einen unvergessenen Genuss-Abend mit dem Liebsten oder der Liebsten.
Das Ziel, wenn Paare miteinander reden, ist, dass sie sich geborgen und verstanden fühlen und sich gegenseitiges Vertrauen dadurch aufbaut.

Ein Münchner Institut für Forschung und Ausbildung in Kommunikationstherapie hat herausgefunden, dass reden die Kommunikationsfähigkeit einer Beziehung zusammenhält.

Worüber reden glückliche Paare?
In einem Experiment an der Universität von Arizona wurde erforscht, worüber glückliche Paare reden.
Dabei kam heraus, dass Paare, die über die existentiellen Themen ihres Lebens reden, eine größere Tiefe im Gespräch aufbauen sowie weniger an der Oberfläche belieben.
Nur rund 10 Prozent der glücklichen Paare haben eine “Plauderstunde“ und reden über Dinge wie, Einkauf und Windelwechseln oder über den eigenwilligen Kollegen in der Firma.
In Beziehungen, die als eher unzufrieden tituliert werden, ist der Faktor rund 30 Prozent.

Offensichtlich macht es eine Beziehung glücklicher, wenn Paare ernsthafte und ehrliche Gespräche führen, die auch in die Tiefe gehen und sich weniger in der Blabla-Kommunikation wiederfinden.

Das bedeutet nicht, dass sich Paare ausschließlich mit belastenden Beziehungsthemen beschäftigen sollten.
Das Glück einer Beziehung ist jedoch davon abhängig, gegenseitig etwas vom Anderen zu erfahren.
Das können Geschichten sein aus der Kindheit, Erzählungen der delikatesten Momente, über die Sorgen und Nöte und über belastende Momente, Ängste die vorhanden sind oder über die gemeinsame Zukunftsplanung.

Weshalb sollten Paare mehr miteinander reden?

Reden Paar mehr miteinander, tauchen dabei auch noch in die Tiefen der Gesprächsebenen ab, so fühlen sie sich mehr vom Anderen angezogen, verbundener und zugleich auch wahrgenommener.

Der Geheimschlüssel, laut dem amerikanischen Psychologie Professor Paul Ekman:
Erzählen sich Menschen alles über sich, die komplette Wahrheit, vertrauen sich ihr Innerstes an, so schafft das eine Verbindung zum Gegenüber und diese ist wichtig.
Das wird in der Psychologie, als sich verbal auszuziehen – “einen Striptease machen“ – beschrieben.

Beachtenswert ist beim Reden, dass Männer und Frauen unterschiedliche Gehirnstrukturen haben.
Frauen reden gerne und viel über ihre Gefühle, Männer gerne dort, wo Fakten benötigt werden um eine Lösung zu finden.
Louann Brizendine, Neuro-Psychiaterin an der University of Californien von San Francisco, hat sich mit den Unterschieden des männlichen und weiblichen Gehirns beschäftigt.
“Weshalb Frauen anders sind als Männer.“
Sie sagt dazu:
Frauen haben eine Vielzahl mehr Kommunikationszellen im Gehirn als Männer.

Das bedeutet, dass Frauen eine breitere Verbindung haben um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und Männer nur einen Feldweg.
Das ist sicherlich einer der Hauptgründe, weshalb es beim Reden zwischen Paaren, wenn es um Gefühle geht, zu Missverständnissen kommt.

Und so könnten Sie Ihre Unterhaltung beginnen.

Zuerst beachten Sie bitte, dass sich gegenseitig auszutauschen ebenso zu unseren Bedürfnissen gehört wie Kommunikation, Verständigung und das gegenseitige Verständnis.

Das bedeutet, dass es wichtig ist, sich beim Austausch wechselseitig zu verstehen.
Denn nur dann gilt eine Kommunikation als gelungen.
Grundsätzlich ist es so, dass sowohl Frauen als auch Männer miteinander reden möchten, doch meist ist der Zeitpunkt der Gesprächsbereitschaft unterschiedlich.

Bitten Sie Ihren Partner ihnen Geschichten aus der Kindheit zu erzählen.

Was war der schönste Moment in der Kindheit?
Wer hat Ihnen als Kind Geschichten vorgelesen?
Welches war Ihre Lieblings-Geschichte?
Haben Sie ein Lieblings-Buch und wenn ja, wie lautet der Titel?
Was ist Ihre Lieblings-Farbe?
Mit wem haben Sie als Kind gespielt und was war Ihr Lieblingsspiel?

Gesprächsstoff gibt es jede Menge, fangen Sie mit einer Frage an und arbeiten Sie sich einfach durch.

Sie werden sehen, wenn Sie erst begonnen haben, dann läuft es fast wie von selbst.
Und je mehr Sie miteinander reden, desto mehr werden Sie voneinander erfahren.

Erst wenn jeder versteht, wie wenig er vom Anderen weiß, wird es gelingen, miteinander zu reden.

Ich wünsche Ihnen eine glückserfüllte Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme